Studie zur Validierung von Herzfrequenz und SpO2 des SmartCardia-Pflasters auf der Intensivstation
Klinischer Vergleich eines neuen intelligenten, tragbaren und kabellosen Systems zur Herzfrequenz- und SpO2-Überwachung mit dem Standardmonitoring auf der Intensivstation: eine Pilotstudie
S. Murali, F. Rincon, T. Cassina, S. Cook, J. J. Goy
Abstract
Die kontinuierliche kardiale Überwachung mit kabellosen Sensoren ist vielversprechend, um Arrhythmien und Erregungsleitungsstörungen frühzeitig zu erkennen und unerwünschte Ereignisse zu verhindern, die zu einer Verschlechterung des Patientenzustands führen. Wir stellen ein neues Sensordesign (SmartCardia) vor: ein tragbares, kabelloses Biosensor-Pflaster zur kontinuierlichen kardialen und SpO2-Überwachung. Methoden: Wir führten eine Beobachtungsstudie zur Herzfrequenz (HR) und SpO2 bei Patienten auf der Intensivstation durch. Dabei wurde das Prüfgerät (SmartCardia, Lausanne, Schweiz) mit dem stationsüblichen Überwachungssystem (Dräger-Healthcare, Lübeck, Deutschland) der Intensivstation verglichen. Übereinstimmungsgrenzen von 95% hielten wir für angemessen. Datenverluste und Abweichungen zwischen den beiden Systemen wurden kritisch analysiert. Ergebnisse: Eingeschlossen wurden 58 Patienten (42 Männer und 16 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 71 ± 11 Jahren, die auf der Intensivstation behandelt wurden. Pro Patient wurden insgesamt 13,49 ± 5,53 Stunden aufgezeichnet. Dies entspricht einer gesamten Aufzeichnungsdauer von 782,29 Stunden. Die mittlere Differenz und Standardabweichung zwischen der vom SmartCardia-Pflaster und vom Intensivmonitor erfassten Herzfrequenz betrug 6 ± 13 bpm beziehungsweise 8 ± 19% der Herzfrequenz. Bei der SpO2 betrugen die mittlere Differenz und Standardabweichung 3,9 ± 2,9%. Das SmartCardia-Pflaster misst die SpO2 nur bei geringer oder fehlender Aktivität und gibt andernfalls keinen Wert aus. Datenverluste und nicht interpretierbare SpO2-Werte machten 26 ± 24% der Gesamtzahl der Werte aus. Schlussfolgerung: Das SmartCardia-Gerät zeigte bei Intensivpatienten klinisch akzeptable Genauigkeiten für die Überwachung von Herzfrequenz und SpO2.
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